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Sneaker-Socken für Damen stricken – Anleitung – Bequeme kurze Socken selbst stricken – Schritt für Schritt erklärt

Sneaker-Socken für Damen stricken – Anleitung – Bequeme kurze Socken selbst stricken – Schritt für Schritt erklärt

Bei gekauften Sneaker-Socken rutscht mir oft zuerst die Ferse aus dem Schuh, während der vordere Rand unangenehm auf den Zehen sitzt. Selbst gestrickte kurze Socken lassen sich an genau diesen Stellen besser anpassen. Sie sind außerdem ein gutes Projekt für ein Knäuel Sockenwolle, das von einem längeren Paar übrig geblieben ist. Damit der erste Versuch nicht mit einer zu lockeren Ferse endet, lohnt es sich, vor dem Anschlagen kurz auf Maschenprobe und Fußmaß zu schauen. Das klingt nach zusätzlicher Arbeit, erspart aber meist das Aufribbeln einer fast fertigen Socke.

Material und passende Größe

Für ein Paar brauchen Sie ungefähr 50 bis 70 Gramm vierfädige Sockenwolle, ein Nadelspiel oder eine Rundstricknadel für die Magic-Loop-Methode und eine Wollnadel zum Vernähen. Ich stricke kurze Socken gern mit 2,5-mm-Nadeln. Wenn Sie sehr locker stricken, kann eine dünnere Nadel helfen; bei festem Gestrick ist eine halbe Nadelstärke mehr oft angenehmer. Entscheidend ist, dass der Stoff dicht genug wird, damit er im Schuh nicht schnell durchscheuert.

Die Anleitung ist auf eine Maschenprobe von 30 Maschen und 42 Reihen auf 10 Zentimeter in glatt rechts ausgelegt. Messen Sie das Probestück ungewaschen und nach dem Waschen, denn manche Garne verändern sich dabei spürbar. Für die Größenwahl zählt vor allem der Umfang des Fußes an der breitesten Stelle. Die Socke soll leicht gedehnt sitzen, nicht wie ein loses Schlauchstück um den Fuß hängen.

Schuhgröße Anschlag Fersenmaschen Ungefähre Fußlänge
36–37 60 Maschen 30 Maschen 23–24 cm
38–39 64 Maschen 32 Maschen 24–25,5 cm
40–41 68 Maschen 34 Maschen 25,5–27 cm

Die angegebenen Fußlängen sind Richtwerte, keine unveränderlichen Größenangaben. Messen Sie vom hinteren Fersenpunkt bis zur längsten Zehe. Wenn Ihr Fuß zwischen zwei Größen liegt, orientieren Sie sich eher an diesem Maß als an der Schuhgröße. Eine Socke aus elastischer Sockenwolle darf am Fuß etwa einen Zentimeter kürzer sein als die gemessene Fußlänge.

Bündchen und kurzer Schaft

Schlagen Sie die Maschen locker an und verteilen Sie sie gleichmäßig auf vier Nadeln. Bei der Rundstricknadel setzen Sie einen Maschenmarkierer an den Rundenanfang. Achten Sie beim Verbinden zur Runde darauf, dass sich die Anschlagkante nicht verdreht; dieser kleine Fehler fällt oft erst nach mehreren Reihen auf und lässt sich dann nur durch Aufribbeln beheben.

Stricken Sie zunächst etwa 3 Zentimeter im 1-rechts-1-links-Bündchen. Das Bündchen darf nicht zu fest werden: Wenn der Anschlag über die Ferse gezogen werden muss, ist die Socke später mühsam anzuziehen. Danach folgen 4 bis 5 Zentimeter glatt rechts. Für einen unauffälligen Sneaker-Sockenrand reicht dieser kurze Schaft meist aus. Wer gern einen etwas sichtbaren Rand über dem Schuh trägt, kann zwei Zentimeter ergänzen.

Bei sehr glattem Garn oder einem Fuß, an dem Socken häufig nach unten rutschen, stricke ich den Schaft lieber eine Spur länger und lasse das Bündchen nicht zu locker. Ein stark gespanntes Bündchen ist allerdings keine gute Lösung: Es kann am Knöchel einschneiden, ohne die Ferse wirklich zu sichern.

Die Fersenwand stricken

Für die Ferse werden die Maschen der hinteren Hälfte verwendet; die übrigen Maschen bleiben für den Spann auf den Nadeln. Bei 60 Maschen sind das 30 Fersenmaschen, bei 64 Maschen 32 und bei 68 Maschen 34. Stricken Sie diese Maschen in Reihen, nicht in Runden. Die Maschen der Spannhälfte bleiben währenddessen unangetastet.

Für eine stabile Fersenwand wiederholen Sie über die Fersenmaschen diese beiden Reihen: Auf der rechten Seite heben Sie die erste Masche wie zum Linksstricken ab und stricken die übrigen Maschen rechts. Auf der Rückseite heben Sie ebenfalls die erste Masche ab und stricken den Rest links. Arbeiten Sie insgesamt ungefähr so viele Reihen wie Fersenmaschen vorhanden sind. Die abgehobenen Randmaschen bilden eine gut sichtbare Kante, aus der sich später die Zwickelmaschen aufnehmen lassen.

Nun kommt die Fersenkappe. Die folgende Orientierung ist für die drei Größen gedacht; die übrigen Maschen werden jeweils nach dem beschriebenen Prinzip verarbeitet:

  • 30 Fersenmaschen: rechts 17 Maschen stricken, 2 Maschen rechts zusammenstricken, 1 Masche rechts stricken und wenden. Links 7 Maschen stricken, 2 Maschen links zusammenstricken, 1 Masche links stricken und wenden.
  • 32 Fersenmaschen: rechts 18 Maschen stricken, 2 Maschen rechts zusammenstricken, 1 Masche rechts stricken und wenden. Links 8 Maschen stricken, 2 Maschen links zusammenstricken, 1 Masche links stricken und wenden.
  • 34 Fersenmaschen: rechts 19 Maschen stricken, 2 Maschen rechts zusammenstricken, 1 Masche rechts stricken und wenden. Links 9 Maschen stricken, 2 Maschen links zusammenstricken, 1 Masche links stricken und wenden.

Danach arbeiten Sie die Wendung weiter: Auf der rechten Seite stricken Sie bis eine Masche vor die Lücke, stricken die beiden Maschen beiderseits der Lücke rechts zusammen und stricken noch eine Masche. Wenden. Auf der linken Seite verfahren Sie entsprechend mit linken Maschen und einer linken Zusammenstrickung. Wiederholen Sie das, bis alle seitlichen Fersenmaschen aufgenommen sind. Die genaue Zahl der verbleibenden Mittelmaschen kann je nach Spannung leicht abweichen; wichtiger ist, dass keine offenen Löcher an den Wendestellen entstehen.

Zwickel und Fußlänge

Stricken Sie nun wieder in Runden. Nehmen Sie an jeder Kante der Fersenwand ungefähr 14 Maschen auf, am besten aus den kleinen Randbögen. Wenn zwischen zwei aufgenommenen Maschen ein Loch entsteht, nehmen Sie dort zusätzlich eine Masche auf und stricken Sie sie in der folgenden Runde verschränkt ab. So bleibt die Stelle geschlossen, ohne dass der Rand zu dick wird. Stricken Sie über die Spannmaschen und nehmen Sie an der zweiten Fersenkante ebenso viele Maschen auf.

Jetzt liegen mehr Maschen auf den Nadeln als beim Anschlag. Damit der Fuß nicht zu weit wird, nehmen Sie an beiden Seiten des Spanns ab: jeweils zwei Maschen vor und nach den Spannmaschen, in jeder zweiten Runde. Arbeiten Sie so lange, bis wieder die ursprüngliche Maschenzahl erreicht ist. Bei einem sehr hohen Spann können Sie die Abnahmen etwas langsamer verteilen; bei einem schmalen Fuß hilft es, den Zwickel zügig zu reduzieren.

Stricken Sie den Fuß anschließend glatt rechts bis zur gewünschten Länge. Messen Sie dabei am getragenen oder flach liegenden Fuß vom hinteren Fersenende bis zum Beginn der Zehen. Beginnen Sie die Spitze ungefähr 4,5 bis 5 Zentimeter vor der gemessenen Gesamtlänge. Eine Socke, die bis ganz zur Zehenspitze gerade weitergestrickt wird, sitzt später meist zu lang und wirft im Schuh Falten.

Spitze und Abschluss

Für die Spitze verteilen Sie die Abnahmen gleichmäßig an den Seiten der Socke. Stricken Sie auf der ersten und dritten Nadel bis drei Maschen vor Ende, dann zwei Maschen rechts zusammen und eine Masche rechts. Auf der zweiten und vierten Nadel stricken Sie eine Masche rechts, heben eine Masche ab, stricken die nächste rechts und ziehen die abgehobene Masche darüber. Wiederholen Sie diese Abnahmerunde zunächst in jeder zweiten Runde, bis ungefähr die Hälfte der ursprünglichen Maschenzahl übrig ist. Danach nehmen Sie in jeder Runde ab.

Wenn noch 8 bis 12 Maschen übrig sind, schneiden Sie den Faden mit einem ausreichend langen Ende ab, ziehen ihn mit einer Wollnadel durch die restlichen Maschen und schließen die Spitze. Ziehen Sie nicht ruckartig an; eine zu fest zugezogene Spitze kann eine harte Stelle bilden, die im Schuh drückt. Vernähen Sie den Faden auf der Innenseite sorgfältig, aber ohne den Stoff zusammenzuziehen.

Die zweite Socke soll wirklich passen

Stricken Sie die zweite Socke möglichst direkt im Anschluss und notieren Sie sich bei der ersten die tatsächliche Reihen- und Rundenanzahl. Kleine Unterschiede zwischen zwei Socken sieht man besonders am Bündchen und an der Ferse, sobald beide nebeneinanderliegen. Vor dem Vernähen der letzten Fäden können Sie das Paar waschen und anprobieren. Sitzt die Ferse gut, aber der Fuß ist zu weit, liegt die Ursache meist in der Maschenprobe oder in einem zu großzügigen Zwickel. Ist nur die Spitze zu lang, genügt es beim nächsten Paar, die Abnahmen früher zu beginnen.

Eine gute Sneaker-Socke fällt beim Tragen kaum auf. Sie hält die Ferse an ihrem Platz, lässt den Zehen Raum und verschwindet im Schuh, ohne dort überschüssigen Stoff zu sammeln. Gerade diese unscheinbare Passform macht das Stricken lohnend: Nach dem ersten Paar haben Sie nicht nur eine Anleitung abgearbeitet, sondern auch ein Gefühl dafür, an welcher Stelle Ihr eigener Fuß mehr Halt oder etwas mehr Platz braucht.

Foto von Maria Kovalets auf Unsplash

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