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Dackel häkeln – kostenlose Anleitung – Wie man einen kleinen Dackel häkelt – Anleitung für ein selbstgemachtes Kuscheltier

Dackel häkeln – kostenlose Anleitung – Wie man einen kleinen Dackel häkelt – Anleitung für ein selbstgemachtes Kuscheltier

Ist ein gehäkelter Dackel nicht gerade dann besonders gelungen, wenn sein Bauch ein wenig zu lang und seine Ohren ein wenig zu groß geraten sind? Bei dieser Figur darf der typische Körperbau ruhig deutlich sein. Ich häkle den Körper deshalb als länglichen, leicht zulaufenden Schlauch und setze Kopf, Schnauze, Beine und Schlappohren später daran. So lässt sich die Form beim Zusammennähen noch gut korrigieren – und aus einem zunächst recht unscheinbaren Häkelstück wird nach und nach ein Dackel, den man sofort erkennt.

Die Anleitung ergibt ein Kuscheltier von ungefähr 18 bis 22 cm Länge, abhängig von Garn, Nadelstärke und persönlicher Häkelspannung. Gearbeitet wird in Spiralrunden mit festen Maschen. Eine Markierung am Rundenanfang ist dabei hilfreich: In der Spirale gibt es keinen sichtbaren Abschluss, und eine verrutschte Runde kann sonst schnell zu einer unbemerkten Zu- oder Abnahme führen.

Material und kleine Vorbereitungen

Du brauchst glattes Baumwoll- oder Acrylgarn in einer Hauptfarbe, dazu etwas Garn für die Schnauze und die Nase. Für den klassischen Dackellook passen Braun, Rost oder Schwarzbraun; ein heller Bauch oder eine kontrastierende Schnauze sind natürlich möglich. Nimm eine Häkelnadel, die etwas kleiner ist als auf der Banderole empfohlen. Die Maschen sollen dicht genug sein, dass die Füllwatte später nicht zwischen ihnen hervorblitzt.

Außerdem benötigst du Füllwatte, eine Wollnadel, eine Maschenmarkierung und eine Schere. Sicherheitsaugen mit etwa 6 bis 8 mm Durchmesser geben dem Dackel einen klaren Blick. Für ein Spielzeug für kleine Kinder solltest du die Augen jedoch aufsticken statt einsetzen; auch eine fest angenähte Nase und sauber vernähte Fadenenden sind dann wichtig. Sicherheitsaugen machen ein selbstgemachtes Kuscheltier nicht automatisch für jedes Alter geeignet.

Teil Garnfarbe Richtwert
Körper und Beine Hauptfarbe etwa 25 g
Kopf und Ohren Hauptfarbe etwa 20 g
Schnauze und Nase Kontrastfarbe oder Schwarz wenige Meter
Füllung – etwa 15–20 g

Abkürzungen und Häkelweise

Die Angaben in Klammern beschreiben die Wiederholung bis zum Ende der Runde. „fM“ bedeutet feste Masche, „zun“ eine Zunahme mit zwei festen Maschen in dieselbe Masche und „abn“ eine unsichtbare Abnahme: Dafür werden die vorderen Maschenglieder von zwei Maschen aufgenommen und zusammen abgemascht. Ein Fadenring wird mit „MR“ abgekürzt. Wenn dir der Fadenring nicht liegt, kannst du stattdessen zwei Luftmaschen häkeln und die erste Runde in die erste Luftmasche arbeiten.

Der lange Körper

Beginne mit der Hauptfarbe. Der Körper wird vom schmaleren Halsansatz in Richtung Hinterteil gehäkelt. Er sieht während der Arbeit zunächst eher wie ein kleiner Schlauch als wie ein Hundekörper aus; das ist beabsichtigt. Die breite Mitte und das leicht verjüngte Hinterteil entstehen durch die Rundenfolge.

Runde 1: 6 fM in einen MR häkeln (6). Runde 2: jede Masche verdoppeln (12). Runde 3: (1 fM, zun) sechsmal wiederholen (18). Runde 4: (2 fM, zun) sechsmal wiederholen (24). Danach die Runden 5 bis 17 ohne Zunahmen häkeln, also jeweils 24 fM.

Fülle den Körper nach und nach, sobald er lang genug ist, um die Watte mit dem Finger oder dem stumpfen Ende einer Häkelnadel zu verteilen. Drücke sie nicht zu einem harten Pfropfen zusammen. Ein Dackel darf weich sein, aber der Körper sollte seine Form behalten, wenn du ihn vorsichtig auf den Tisch legst. Für das Hinterteil folgt nun die Verjüngung: Runde 18: (2 fM, abn) sechsmal wiederholen (18). Runde 19: (1 fM, abn) sechsmal wiederholen (12). Noch einmal nachfüllen, dann in Runde 20 sechsmal abnehmen (6). Den Faden abschneiden, durch die letzten Maschen ziehen und die Öffnung schließen.

Kopf und Schnauze formen

Der Kopf wird separat gehäkelt. Arbeite in der Hauptfarbe: Runde 1: 6 fM in einen MR (6). Runde 2: jede Masche verdoppeln (12). Runde 3: (1 fM, zun) sechsmal (18). Runde 4: (2 fM, zun) sechsmal (24). Runde 5: (3 fM, zun) sechsmal (30). Runde 6: (4 fM, zun) sechsmal (36). Die Runden 7 bis 9 jeweils mit 36 fM häkeln.

Falls du Sicherheitsaugen verwendest, setze sie zwischen Runde 7 und 8 mit ungefähr sieben Maschen Abstand ein. Der genaue Abstand hängt davon ab, wie breit du den Kopf gehäkelt hast; probiere die Position am besten aus, bevor du die Verschlüsse befestigst. Danach geht es mit den Abnahmen weiter: Runde 10: (4 fM, abn) sechsmal (30). Runde 11: (3 fM, abn) sechsmal (24). Fülle den Kopf gleichmäßig, besonders an den Seiten. Runde 12: (2 fM, abn) sechsmal (18). Runde 13: (1 fM, abn) sechsmal (12). Noch etwas Füllung ergänzen, dann sechsmal abnehmen und die Öffnung schließen. Lass einen längeren Faden zum Annähen stehen.

Für die Schnauze häkelst du ein kleines Oval in der Kontrastfarbe. Schlage 5 Luftmaschen an. In die zweite Luftmasche von der Nadel aus 1 fM häkeln, in die nächsten zwei je 1 fM und in die letzte Luftmasche 3 fM. Auf der Unterseite der Luftmaschenkette folgen 2 fM; in die erste Luftmasche kommen noch 2 fM. So erhältst du 10 Maschen. In der nächsten Runde die drei Maschen an einem Ende jeweils verdoppeln, auf der geraden Seite 2 fM häkeln, am anderen Ende die nächsten zwei Maschen verdoppeln und die restliche gerade Seite mit 2 fM schließen (14). Eine weitere Runde mit 14 fM häkeln. Nur ganz leicht füllen, damit die Schnauze weich und flach bleibt. Eine kleine schwarze Nase aufsticken oder annähen.

Ohren und kurze Dackelbeine

Für jedes Ohr schlägst du 9 Luftmaschen an. Häkle ab der zweiten Luftmasche 7 fM, arbeite in die letzte Luftmasche 3 fM und häkle auf der Unterseite der Kette 6 fM zurück. In die erste Luftmasche kommen 2 fM. Damit liegen 18 Maschen um die Kette. In den folgenden drei Runden jeweils 18 fM häkeln. Das Ohr bleibt ungefüllt und wird später flach zusammengedrückt angenäht. Wenn du die Ohren etwas schmaler und länger möchtest, kannst du die Luftmaschenkette verlängern; prüfe dabei, dass beide Ohren gleich viele Runden bekommen.

Für die vier Beine häkelst du jeweils 6 fM in einen MR. In der nächsten Runde jede dritte Masche verdoppeln, sodass 8 Maschen entstehen. Danach 5 Runden mit je 8 fM arbeiten. Ein wenig Füllwatte in das untere Ende geben, die obere Öffnung flach zusammendrücken und mit ein paar festen Stichen schließen. Die Beine sollen nicht steif abstehen. Gerade bei einem Kuscheltier wirken sie besser, wenn sie leicht nachgeben und sich beim Anfassen ein wenig bewegen.

Zusammennähen: erst stecken, dann festnähen

Bevor du nähst, lege alle Teile an den Körper und sichere sie mit Stecknadeln oder Garnresten. Der Kopf sitzt am schmalen Anfang des Körpers. Richte ihn leicht nach vorn aus, statt ihn genau senkrecht aufzusetzen – dadurch bekommt der Dackel eine freundlichere Haltung. Nähe den Kopf rundherum fest und nimm dabei abwechselnd eine Masche vom Kopf und eine vom Körper auf. Wenn der Halsansatz noch etwas weich wirkt, kannst du beim Annähen eine kleine Menge Füllwatte zwischen die Teile schieben.

Die Schnauze kommt mittig auf die vordere Kopfpartie, knapp unterhalb der Augen. Nähe sie nicht zu hoch an: Sonst wirkt der Dackel erstaunt, während eine etwas tiefer angesetzte Schnauze den typischen ruhigen Ausdruck ergibt. Die Ohren sitzen seitlich am oberen Kopf. Lege sie zunächst nur an und vergleiche ihre Position von vorn; ein Ohr, das deutlich höher beginnt als das andere, fällt bei der dunklen Kontur schnell auf.

Setze die Vorderbeine nahe am Halsansatz an, die Hinterbeine weiter hinten am Körper. Alle vier sollten den Boden ungefähr gleichzeitig berühren, wenn du den Dackel auf eine ebene Fläche setzt. Nähe lieber mit mehreren kleinen Stichen entlang der flach gedrückten Kante, statt nur die beiden Ecken zu befestigen. So bleiben die Beine auch nach häufigem Spielen an ihrem Platz. Zum Schluss Fadenenden auf der Innenseite durch mehrere Maschen ziehen und knapp abschneiden.

Wenn die Form noch nicht ganz stimmt

Ein gehäkelter Dackel bekommt seinen Charakter oft erst beim Zusammensetzen. Ist der Körper zu schmal, liegt es häufig an sehr fester Spannung; beim nächsten Versuch kann eine halbe Nadelstärke mehr helfen. Wirkt er zu weich oder beulig, fehlt meist etwas Füllung an der Körpermitte. Gib sie in kleinen Portionen dazu und verteile sie mit den Fingern, statt den ganzen Körper auf einmal auszustopfen. Eine leichte Kurve im Körper ist kein Fehler – sie lässt den Hund weniger wie eine gleichmäßige Rolle aussehen.

Wenn du mit der Arbeit fertig bist, schau dir den Dackel einmal aus etwas Abstand an. Oft zeigt sich dann, dass ein Ohr einen Stich nach vorn oder ein Bein eine kleine Korrektur braucht. Solche Veränderungen lassen sich besser vor dem endgültigen Vernähen erkennen als mitten in der Häkelarbeit. Und wenn am Ende ein Ohr länger, der Blick ein wenig schief oder der Rücken nicht ganz gerade ist, muss das nicht verschwinden: Gerade diese kleinen Eigenheiten machen aus einem nach Anleitung gehäkelten Tier ein Kuscheltier mit eigener Haltung.

Foto von Karina L auf Unsplash

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