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Babymützen häkeln – Anleitung kostenlos – Einfache Babymützen Schritt für Schritt selbst häkeln

Babymützen häkeln – Anleitung kostenlos – Einfache Babymützen Schritt für Schritt selbst häkeln

Bei einer Babymütze merkt man schnell, wie viel ein paar Zentimeter ausmachen. Eine Mütze, die auf dem Tisch niedlich aussieht, kann am Kopf schon rutschen oder über die Ohren ziehen. Ich messe deshalb lieber einmal am Kind nach, statt mich allein auf eine Altersangabe auf der Banderole zu verlassen. Für den ersten Versuch eignet sich eine schlichte, von oben gehäkelte Mütze besonders gut: Die Krone lässt sich passend erweitern, und sobald der gewünschte Kopfumfang erreicht ist, geht es ohne komplizierte Abnahmen gerade nach unten weiter.

Die folgende Anleitung ist für eine weiche, elastische Babymütze aus halben Stäbchen gedacht. Sie kommt ohne Naht und ohne angenähte Bänder aus. Gehäkelte Mützen können allerdings dichter und weniger dehnbar sein als gestrickte. Darum sollte die fertige Mütze bequem sitzen und nicht eng am Kopf anliegen. Die Maschenprobe und die Maße sind keine lästige Vorarbeit, sondern ersparen im Zweifel eine fast fertige Mütze, die zu klein geraten ist.

Garn, Häkelnadel und passende Maße

Wähle ein glattes, weiches Garn, das sich für Babykleidung eignet und nach Herstellerangabe gewaschen werden kann. Flauschige Fasern verdecken die Maschen; das ist bei einem ersten Projekt eher hinderlich. Für die hier beschriebene Mütze brauchst du ungefähr 40 bis 60 Gramm Garn, eine passende Häkelnadel – häufig Größe 3,5 oder 4 mm – sowie einen Maschenmarkierer. Ein kurzer Faden in Kontrastfarbe tut es ebenfalls, wenn du keinen Markierer zur Hand hast.

Miss den Kopfumfang an der breitesten Stelle, knapp oberhalb der Ohren. Die Mütze soll etwas kleiner als der gemessene Umfang sein, damit sie nicht lose sitzt; wie viel kleiner, hängt von der Dehnbarkeit des Garns und deiner Häkelweise ab. Für ein Neugeborenes werden häufig etwa 34 bis 36 cm angegeben, doch Babys unterscheiden sich. Bei einer bereits geborenen, gut messbaren Person ist das Maß aussagekräftiger als die Altersangabe.

Orientierung Kopfumfang Ungefähre Mützenhöhe
Neugeborenes 34–36 cm 12–13 cm
Etwa 3–6 Monate 38–41 cm 14–15 cm
Etwa 6–12 Monate 42–45 cm 16–17 cm

Die Höhen sind Richtwerte vom Scheitel bis zum unteren Rand. Eine Mütze mit Umschlag braucht mehr Länge, weil ein Teil des Häkelstücks doppelt liegt. Für das einfache Modell ohne Umschlag kannst du dich daran orientieren und während der Arbeit nachmessen.

Die Maschenprobe entscheidet über den Sitz

Häkle mit deinem Garn und deiner Nadel ein kleines Stück in halben Stäbchen, am besten mindestens 10 × 10 cm. Miss anschließend, wie viele Maschen auf 10 cm kommen. Für die Anleitung ist eine Maschenprobe von ungefähr 18 halben Stäbchen auf 10 cm vorgesehen. Ist dein Probestück deutlich dichter, nimm eine größere Nadel; ist es sehr locker, probiere eine kleinere. Nicht nur die Zahl zählt: Das Gewebe sollte weich fallen, aber keine großen Lücken haben.

Die Krone wird in Runden vergrößert, bis ihr Durchmesser ungefähr dem gewünschten Mützenumfang geteilt durch drei entspricht. Für einen Kopfumfang von 36 cm ergibt das rund 12 cm Kronendurchmesser. Diese Faustregel ist ein praktischer Startpunkt, keine Messvorschrift für jedes Garn. Leg die flach liegende Krone zwischendurch auf ein Maßband und prüfe, ob sie noch eben bleibt. Wölbt sie sich stark, sind die Zunahmen wahrscheinlich zu schnell; zieht sie sich wie eine Schale zusammen, braucht sie mehr Zunahmen.

Die kostenlose Anleitung: von der Krone zum Rand

Verwendet werden Luftmaschen, Kettmaschen und halbe Stäbchen. Die Luftmasche am Rundenanfang zählt in diesem Muster nicht als Masche. Schließe jede Runde mit einer Kettmasche in das erste halbe Stäbchen und beginne die nächste Runde mit einer Luftmasche. Setze den Markierer in die erste Masche der Runde, damit du den Anfang beim Zählen nicht verlierst.

Beginne mit einem Fadenring. Häkle 8 halbe Stäbchen in den Ring und ziehe ihn zu. Wenn du mit einem Fadenring nicht gut zurechtkommst, kannst du stattdessen vier Luftmaschen häkeln, mit einer Kettmasche zum Ring schließen und die Maschen hineinarbeiten. Diese Mitte wird etwas sichtbarer, lässt sich aber ebenfalls gut verwenden.

In der zweiten Runde häkelst du zwei halbe Stäbchen in jede Masche. Du hast nun 16 Maschen. In der dritten Runde wiederholst du *ein halbes Stäbchen, zwei halbe Stäbchen in die nächste Masche* bis zum Rundenende und kommst auf 24 Maschen. Die Zunahme besteht immer aus zwei halben Stäbchen in derselben Masche.

Für die folgenden Runden wird der Abstand zwischen den Zunahmen jeweils um eine Masche größer:

  • Runde 4: zwei halbe Stäbchen, dann eine Zunahme; 32 Maschen.
  • Runde 5: drei halbe Stäbchen, dann eine Zunahme; 40 Maschen.
  • Runde 6: vier halbe Stäbchen, dann eine Zunahme; 48 Maschen.
  • Runde 7: fünf halbe Stäbchen, dann eine Zunahme; 56 Maschen.
  • Runde 8: sechs halbe Stäbchen, dann eine Zunahme; 64 Maschen.

Häkle nicht automatisch bis Runde 8 weiter, wenn die Krone schon vorher den passenden Durchmesser erreicht. Umgekehrt kann bei einer größeren Mütze eine weitere Zunahmerunde nötig sein. Bei 18 Maschen auf 10 cm entsprechen 64 Maschen ungefähr 35,5 cm Umfang. Das ist ein sinnvoller Ausgangspunkt für eine kleine Mütze; ein festeres oder lockeres Maschenbild verändert das Ergebnis.

Gerade nach unten häkeln und die Länge prüfen

Sobald der Kronendurchmesser stimmt, häkelst du ohne weitere Zunahmen in Runden weiter. Arbeite in jede Masche ein halbes Stäbchen und zähle am Ende der Runde nach, damit die Maschenzahl gleich bleibt. Bei der beschriebenen kleinen Größe sind es meist 64 Maschen. Die Seiten sollen nun nach unten wachsen, statt sich weiter zu einer flachen Scheibe auszubreiten.

Miss die Mütze vom Mittelpunkt der Krone bis zum unteren Rand. Für eine kleine Mütze kannst du zunächst auf ungefähr 12 bis 13 cm zielen. Wenn ein Umschlag gewünscht ist, häkle etwa 2 bis 3 cm zusätzliche Länge. Ein Umschlag sieht ordentlich aus und gibt dem Rand etwas Stabilität, ist aber nicht nötig. Gerade bei einer Mütze, die mit dem Baby mitwachsen soll, kann ein schlichter Rand länger passend bleiben.

Für einen weicheren Abschluss häkle die letzte Runde mit festen Maschen, ohne sie zusammenzuziehen. Wenn deine festen Maschen deutlich enger werden als die halben Stäbchen, bleib lieber bei halben Stäbchen oder verwende eine größere Nadel. Schneide den Faden ab, ziehe ihn durch die letzte Schlaufe und vernähe ihn sorgfältig auf der Innenseite. Ein harter, dicker Fadenknubbel am Scheitel ist unangenehm, deshalb verteile das Fadenende über mehrere Maschen, statt es nur an einer Stelle zu sichern.

Wenn die Form nicht ganz stimmt

Eine leicht sechseckige Krone entsteht häufig, wenn die Zunahmen in jeder Runde genau übereinanderliegen. Das ist kein Fehler, fällt bei ruhigen Farben aber manchmal stärker auf als erwartet. Du kannst die Zunahmen in der nächsten Runde versetzen, indem du vor der ersten Zunahme ein oder zwei normale Maschen häkelst. Achte dabei vor allem darauf, dass die Gesamtzahl der Zunahmen stimmt. Ein regelmäßiger Kreis ist wichtiger als eine komplizierte Verteilung.

Wölbt sich die Krone nach außen, während du sie flach hinlegen möchtest, häkelst du wahrscheinlich zu viele Zunahmen oder deine Maschen sind sehr locker. Beginne eine neue Runde mit weniger Zunahmen oder wechsle zu einer kleineren Nadel. Bei einer zusammengezogenen, schalenförmigen Krone ist es umgekehrt: Prüfe, ob du eine Zunahme ausgelassen hast, und ergänze bei Bedarf eine gleichmäßig verteilte Zunahmerunde. Eine kleine Korrektur nach wenigen Runden ist angenehmer als der Versuch, die Form am fertigen Rand auszugleichen.

Auch die Höhe lässt sich unterwegs gut anpassen. Lege die Mütze vorsichtig an den Kopf, ohne sie zu dehnen, und schau, ob der Rand an der gewünschten Stelle endet. Für Babys ist ein bequemer Sitz wichtiger als ein besonders enger Abschluss. Lass Bänder, Knöpfe und lose angenähte Dekorationen weg, wenn sich die Mütze beim Tragen lösen oder in Reichweite des Kindes geraten könnten. Eine kleine gehäkelte Blume ist hübsch, aber bei einem Gebrauchsgegenstand für ein Baby sollte sie wirklich sicher befestigt sein.

Waschen, Trocknen und der letzte Blick

Bevor die Mütze zum Einsatz kommt, wasche sie nach den Angaben auf der Garnbanderole und forme sie liegend. Ziehe dabei nicht am unteren Rand, sondern richte die Krone und die Seiten vorsichtig aus. So erkennst du auch, ob sich das Gewebe nach dem Waschen verändert oder die Nähte beziehungsweise Fadenenden sichtbar werden. Aufhängen kann die Mütze in die Länge ziehen, besonders wenn das Garn schwer und noch feucht ist.

Am Ende bleibt ein kleines Stück Handarbeit, an dem man die eigene Spannung gut kennenlernt. Vielleicht ist die erste Runde nicht vollkommen rund oder der Rand an einer Stelle etwas lockerer. Solche Kleinigkeiten verschwinden beim Tragen oft fast vollständig, während eine passende Größe und ein angenehmes Garn sofort auffallen. Wenn du beim nächsten Mal dieselbe Wolle verwendest, notiere dir Nadelstärke, Maschenprobe und die Zahl der Kronenrunden. So wird aus einer einfachen Babymütze nach und nach ein Muster, das wirklich zu deinen Händen und zu dem kleinen Kopf passt, für den du häkelst.

Foto von Karina L auf Unsplash

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